Der Milagros von Figuero ist eine Hommage an Mama «Milagros» und ein aussergewöhnlicher Wein von subtiler Kraft und delikater Eleganz. In einer limitierten Auflage von rund 5’000 Flaschen geschaffen, reift er im 500-Liter-Tonneau, das ihm eine edle, fein verwobene Würze verleiht. Noten von Zigarre, Kokos und feinem Leder bilden ein elegantes Fundament für ein vielschichtiges Spiel aus Frucht und Gewürzen. Am Gaumen entfaltet sich ein facettenreicher, langer Aromabogen, der in süssen, reifen Walderdbeeren und warmen Lebkuchengewürzen ausklingt. Ein Wein mit fast meditativem Charakter – geschaffen für besondere Momente, der sowohl zu gegrilltem als auch geschmortem Fleisch oder Gemüse seine ganze Tiefe zeigt, aber auch solo einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Milagros de Figuero 2020 wurde von James Suckling mit 93 Punkten bewertet.
| Produkteigenschaft | Wert |
|---|---|
| Jahrgang: | 2020 |
| Inhalt: | 0,75 l |
| Volumen: | 14,0 % |
| Traubensorte: | Tempranillo |
| Passend zu einer Speise: | MeeresfrüchteWildGegrilltemBratenChâteaubriandGeflügelKalbRindKäse |
| Trinkreife: | 5 - 20 Jahre |
| Land: | Spanien |
| Region: | Kastilien und León |
| Weinbauer: | Figuero |
| Trinktemperatur: | 16 - 18° C |
| Art: | Rotwein |
| Ausbau: | 16 Monate in Tonneau (Doppelbarrique) |
| Spezialfilter: | Einzelflaschen |
Spanien – das Land der Vielfalt
Spanien ist heute einer der wichtigsten Weinhersteller weltweit und hat die grösste Weinanbaufläche der Welt. Schon die alten Römer liebten den kräftigen, spanischen Wein und kurbelten mit dem Export des „Rebensafts“ die Entstehung spanischer Weingüter an. Doch Spanien verbuchte im Weinbau nicht immer nur Hochs.
Die „Weingeschichte“ Spaniens beginnt früh. Vor rund 3'000 Jahren machten sich die Phönizier an den Aufbau eines Weinimperiums. Mit der Stadt Cádiz und dessen Hafen entstand das erste grosse Weinhandelszentrum Spaniens. Schon die Römer wussten den spanischen Wein unglaublich zu schätzen und förderten den Export des spanischen Weines in ihr eigenes Reich. Mit der Einwanderung der Moslems und deren Machtübernahme ging die Kunst des Weinbaus dann beinahe verloren – schliesslich durften sie keinen Alkohol trinken, und bauten deswegen auch keinen an. Doch die Rückeroberung Spaniens durch die katholische Kirche brachte die Notwendigkeit, Wein für die Messe zu produzieren, wieder zurück. Im 16. Jahrhundert exportierte Spanien gar die ersten Reben und Weine nach Amerika. Doch die Natur machte Spaniens neuem Aufschwung in Sachen Wein einen Strich durch die Rechnung. Eine Reblaus zerstörte Mitte des 19. Jahrhunderts grosse Teile der Weingebiete Westeuropas. Neben Spanien war vor allem auch Frankreich betroffen. Nur der Region „La Rioja“ blieb die Reblaus fern und zog so französische Winzer nach Spanien. Mit ihnen wanderte auch das nötige Wissen und moderne Winzertechnik nach Spanien aus. Wieder sah es gut aus für den spanischen Weinbau, doch der Bürgerkrieg (1936-1939) und der 2. Weltkrieg zerstörten einen Grossteil der Weingüter.
Das Stehaufmännchen Spanien liess sich jedoch nicht unterkriegen und wagte einen völligen Neuanfang in Sachen Wein. Mit Erfolg. Spanien hat heute die grösste Rebanbaufläche der Welt (ca. 1,2 Millionen Hektaren). Das ist rund 1/3 der gesamten Rebfläche Europas. Der Weinbau ist ausserdem einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren für Spanien und produziert mit rund 5'000 Bodegas (Weingüter) mehr als 40 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr. Nach Italien ist Spanien sogar das zweitgrösste Weinexportland. Zur Qualitätskontrolle wurde das Label D.O (Denominación de Origen) eingeführt, dass Spanien rund 65 Bodegas verteilt hat.
Durch das vielfältige Klima entstehen in Spanien die unterschiedlichsten Weine. Im kalten, feuchten Norden werden Rot- und Weissweine kultiviert, aus denen der typische, spanische Wein entsteht: kräftig und alkoholhaltig. Der Süden bietet mit seinem heissen und trockenen Klima viel Süsses, so Dessertweine wie Sherry oder Málaga. Spanien gab nie auf – und hat gewonnen!