Der Due Amici steht für eine über 20-jährige Freundschaft und erfolgreiche Partnerschaft zwischen Guido Brivio und Baur au Lac Vins. Ein Tessiner Merlot mit floralen und würzigen Noten. Am Gaumen intensiv fruchtig mit Johannisbeeren, Amarenakirschen und Zwetschgen sowie feinen Noten von weissem Pfeffer und Mokka. Ein wunderbarer Begleiter zu geschmortem Kaninchen, cremiger Polenta mit gebratenen Pilzen oder Brasato.
| Produkteigenschaft | Wert |
|---|---|
| Jahrgang: | 2022 |
| Inhalt: | 1,5 lGrossflasche |
| Volumen: | 13,5 % |
| Traubensorte: | Merlot |
| Passend zu einer Speise: | AntipastiKalbGemüseLammItalienisch |
| Trinkreife: | 2 - 8 Jahre |
| Land: | Schweiz |
| Region: | Tessin |
| Weinbauer: | Brivio / Gialdi |
| Trinktemperatur: | 16 - 18° C |
| Art: | Rotwein |
| Ausbau: | 12 Monate kurzer Ausbau, in gebrauchten Barriques |
| Spezialfilter: | Einzelflaschen |
Schweiz – Klein, aber fein
Ist der Anfang des Schweizer Weines auch nur ein Ratespiel, weiss man zumindest über heute eines ganz klar: Schweizer Weine sind eine Delikatesse und auf dem Weinmarkt sehr gefragt. Trotz diesem jetzigen „Begehrtsein“ verlor der Wein in der Vergangenheit viel Anbaufläche wegen Mensch und Tier.
Die Weingeschichte in der Schweiz ist zumindest am Anfang eine ziemlich vernebelte Sache. Waren es nun die Griechen oder die Römer, die den Wein in die Schweiz brachten? Welche Sorten wurden damals angepflanzt? Historische Sicherheit gibt es erst im 6. Jahrhundert. In der Waadt wurde dann erstmals Wein kultiviert, das zumindest besagen die Traubenkernen, die bei Ausgrabungen in der Waadt gefunden wurden. Sicher ist, dass es die Zisterziensermönche waren, die sich mit dem Kloster Dézaley ein erstes kleines Weingebiet in der Schweiz aufbauten.
Das friedliche Weinbauglück währte nicht lange, die erste Krise im 17. Jahrhundert liess nicht auf sich warten. Das Rhônetal in Frankreich war mit dem Weinbau bereits weiterentwickelter als die Schweiz, der Import war also naheliegender, als sich selber mühsam in den Weinanbau zu vertiefen. Die nächsten Steine auf dem Weg zur erfolgreichen Weinproduktion fanden sich im 19. Jahrhundert, wo die Reblauskrankheit auch die Schweiz erwischte. Ausserdem stahl die Bebauung der Seeufer dem Rebbau wichtige Anbaufläche, was in einer Reduktion von 33 Hektar runter auf 12, 5 Hektar resultierte. Doch die Schweiz überwand auch diese Krise. Allerdings dauerte es – wie beim Schweizer Frauenstimmrecht – eine ganze Weile, bis erste Qualitätsbestimmungen und Regeln für Schweizer Weine in die Wege geleitet wurden. Das Wallis führte 1990 als erstes Gebiet in der Schweiz eine Qualitätshierarchie für Wein ein.
Die Schweiz, mit 15'000 Hektar Weinbaufläche relativ klein, ist eines der gebirgigsten Gebiete in Europa und eine geografische Herausforderung für alle Winzer. Die Nachfrage nach Schweizer Wein ist in der eigenen Bevölkerung ziemlich gross. Wein wird in der Schweiz nämlich vor allem zu speziellen Anlässen getrunken, so am Wochenende oder an Festen. Da will ein Schweizer gute Weinqualität und Eigenes im Glas haben. Die grosse Nachfrage kann von den Weingebieten knapp gedeckt werden – die Folge sind teure Schweizer Edeltropfen. Exportiert werden lediglich ein bis zwei Prozent. Der Schweizer Weinbau ist klein gehalten und bedient vor allem die Einheimischen – diese dafür aber umso besser.