Sherry Fino 0,75 l - Gutiérrez Colosía

Artikelnummer: 30953

Helles Strohgelb. Diskreter Flor-Geschmack, überaus blumig wirkend. Delikat, rassig am Gaumen, mit einem mandelähnlichen Bouquet. Perfekte Balance der Fruchtigkeit der Palomino-Traube mit der durch die Hefe bedingten Alterung. Ein leichter Wein von bester Qualität und voller Feinheit.

Kategorie: Sherry


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Fl.


Beschreibung

Handlese - Traubentrocknung auf Esparto-Grasmatten (eig. Körbe) an der Sonne, bis 100° Oechsle und wenig Säure erreicht - Pressen - Schwefeln - Weinsäurezugabe - Abfüllung in 500 l-Fässer amerikanischer Eiche (Botas Jerezanas) - dabei werden die Fässer nicht ganz gefüllt, d.h. rund 50- 100 l Raum für die Luft belassen - sehr stürmische Gärung - Bildung des Flor, einem Film aus Kahmhefe, auf der Oberfläche des Weins - er schützt den Wein vor einer weiteren Berührung mit der Luft, wobei sich die Hefen zuerst absetzen, dann aber, da sie Luft zum Überleben benötigen, steigen sie an den Fassrändern hoch und bilden diese Hefedecke - Klassifikation der Weine durch den Kellermeister - Fino: hell, leicht, delikat - Abziehen des Weines vom Bodensatz - Aufspriten mit 95%igem Alkohol - Fino: 15.5% Alkohol - Hefen gedeihen weiter, Essigsäurebakterien sterben ab - Lagerung in den Añadas (spez. Eichenfässer) - Fino: Bis zu einem Jahr, dabei weiter klassifiziert, um den endgültigen Stil zu bestimmen - Integrierung in die (Fino-)Solera (hierarchisch-zyklischer Reifeprozess) - Fino: Macht unter der Hefedecke, Flor, die ständig gepflegt werden muss, da sie sonst abstirbt, eine biologisch-chemikalische Entwicklung durch, so dass Acetaldehyd entsteht, was nach grünen Aepfeln riecht.

Merkmale


Art: Porto & Sherry
Auszeichnung: Winespectator: 90 Wine Spectator
Inhalt: 0,75 l
Land: Spanien
Region: Sherry
Traubensorte: Palomino
Trinktemperatur: 6 - 8° C
Volumen: 15,0 % 15 %
Weinbauer: Gutiérrez Colosía

Land

Spanien – das Land der Vielfalt

Spanien Spanien ist heute einer der wichtigsten Weinhersteller weltweit und hat die grösste Weinanbaufläche der Welt. Schon die alten Römer liebten den kräftigen, spanischen Wein und kurbelten mit dem Export des „Rebensafts“ die Entstehung spanischer Weingüter an. Doch Spanien verbuchte im Weinbau nicht immer nur Hochs.

Die „Weingeschichte“ Spaniens beginnt früh. Vor rund 3'000 Jahren machten sich die Phönizier an den Aufbau eines Weinimperiums. Mit der Stadt Cádiz und dessen Hafen entstand das erste grosse Weinhandelszentrum Spaniens. Schon die Römer wussten den spanischen Wein unglaublich zu schätzen und förderten den Export des spanischen Weines in ihr eigenes Reich. Mit der Einwanderung der Moslems und deren Machtübernahme ging die Kunst des Weinbaus dann beinahe verloren – schliesslich durften sie keinen Alkohol trinken, und bauten deswegen auch keinen an. Doch die Rückeroberung Spaniens durch die katholische Kirche brachte die Notwendigkeit, Wein für die Messe zu produzieren, wieder zurück. Im 16. Jahrhundert exportierte Spanien gar die ersten Reben und Weine nach Amerika. Doch die Natur machte Spaniens neuem Aufschwung in Sachen Wein einen Strich durch die Rechnung. Eine Reblaus zerstörte Mitte des 19. Jahrhunderts grosse Teile der Weingebiete Westeuropas. Neben Spanien war vor allem auch Frankreich betroffen. Nur der Region „La Rioja“ blieb die Reblaus fern und zog so französische Winzer nach Spanien. Mit ihnen wanderte auch das nötige Wissen und moderne Winzertechnik nach Spanien aus. Wieder sah es gut aus für den spanischen Weinbau, doch der Bürgerkrieg (1936-1939) und der 2. Weltkrieg zerstörten einen Grossteil der Weingüter.

Das Stehaufmännchen Spanien liess sich jedoch nicht unterkriegen und wagte einen völligen Neuanfang in Sachen Wein. Mit Erfolg. Spanien hat heute die grösste Rebanbaufläche der Welt (ca. 1,2 Millionen Hektaren). Das ist rund 1/3 der gesamten Rebfläche Europas. Der Weinbau ist ausserdem einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren für Spanien und produziert mit rund 5'000 Bodegas (Weingüter) mehr als 40 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr. Nach Italien ist Spanien sogar das zweitgrösste Weinexportland. Zur Qualitätskontrolle wurde das Label D.O (Denominación de Origen) eingeführt, dass Spanien rund 65 Bodegas verteilt hat.

Durch das vielfältige Klima entstehen in Spanien die unterschiedlichsten Weine. Im kalten, feuchten Norden werden Rot- und Weissweine kultiviert, aus denen der typische, spanische Wein entsteht: kräftig und alkoholhaltig. Der Süden bietet mit seinem heissen und trockenen Klima viel Süsses, so Dessertweine wie Sherry oder Málaga. Spanien gab nie auf – und hat gewonnen!

Region

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