Douro – Erstes gesetztlich bestimmtes Anbaugebiet

Douro – Erstes gesetztlich bestimmtes Anbaugebiet

Douro Wegen England, wegen dem guten England erfuhr Douro einen Weinaufschwung und schwang sich immer weiter... bis ganz nach oben.
Douro. Das bedeutet karge, felsige Landschaften im Nordosten Portugals am gleichnamigen Fluss. Ein heisses Gebiet, wo klassische Rotweine entstehen. Feuchtigkeit spendet nicht Himmel, sondern Erde – Douro besteht mehrheitlich aus Schieferböden, die Wasser extrem gut speichern können. Dass 40'000 Hektar grosse Gebiet verwendet seine Kräfte vor allem auf den Anbau von Portwein, 33'000 Hektar widmen sich der Herstellung des edlen Tropfens. Massgebend sind Sorten wie Tinta Barroca, Touriga Francesca, Tinta Roriz und Tinto Cão. Erstmals lukrativ machten die Portweinherstellung allerdings die Engländer...

Als 1693 das Handelsembargo gegenüber französischem Wein von König William III abgesegnet worden war, schickte ein verzweifelter Liverpooler Weinhändler seine Söhne nach Portugal – auf Suche nach Kompromissen. Die Söhne suchten... und fanden in einem kleinen Dorf in der Provinz Douro einen Geistlichen, der Rotwein während der Gärung mit Brandy versetzte, was die Gärung stoppte. Das Resultat: Ein süsser, alkoholreicher Rotwein, genau wie ihn die Engländer mochten. Dass der Export schnell boomte, war kein Wunder.

So war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis die Portugiesen eine Gebietsgrenze für Portwein bestimmten. Es ist das erste Gebiet in der Weingeschichte überhaupt, dass Grenzen der Anbaufläche festlegte, um Weinfälschungen vorzubeugen. Heute ist die Region seit 2001 Unesco-Welterbe.