grand cru classé St-Emilion AOC 2007 0,75 l - Berliquet

Der grand cru classé St-Emilion AOC 2007 in der 0,75l Weinflasche kommt aus Frankreich, aus der Region Bordeaux.

Dieser Rotwein von "Berliquet" wurde aus den Weintrauben Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc hergestellt.


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Normaler Preis: 42,00 CHF
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Artikelnummer: 39322



Was für eine Delikatesse!

Max Gerstl, im Oktober 2016: Die Nase verwöhnt er mit seinem überschwänglichen Kräuterduft, die Frucht schwingt mit den Kräutern im Einklang und zeigt sich eher rotbeerig. Ein Hauch schwarze Kirschen verleiht Tiefe und etwas Minze zusätzliche Frische, was für ein edler, die Sinne berauschender Duft. Am Gaumen präsentiert er sich traumhaft delikat, kraftvoll und doch burgundisch fein, was ist das für doch eine leckere Delikatesse. Alles an diesem Wein ist eine einzige Harmonie, ihn zu verkosten ist ein sinnliches Vergnügen. Mit seiner atemberaubenden Frische und der edlen Extraktsüsse bringt er die Aromen zum Klingen, ein St. Emilion wie aus dem Bilderbuch. Er ist auch schon am Anfang seiner schönsten Trinkreife. In den nächsten 5?10 Jahren wird er sich laufend entwickeln, ohne an Qualität einzubüssen.Ich habe diesen sensationell delikaten Wein im Januar, kurz nach dem Säureabbau, schon einmal probiert und hätte ihn am liebsten dann schon glasweise getrunken. Auf Moulin d'Eyquem probiere ich ihn inmitten vieler anderer grosser Weine zum ersten Mal richtig und bin restlos begeistert. Was für eine geniale Delikatesse, der Wein besteht eigentlich aus nichts anderem als aus köstlichen Aromen. Die Tannine sind so fein, dass man sie gar nicht spürt, da ist Saft, Schmelz, feinste Extraktsüsse und ein unglaublich sinnliches Rückaroma. Sticht auch bei den Grand Crus classés heraus, der ist so etwas von delikat und saftig. Zum 5. Mal auf Le Grand Verdus mit der Vertikale probiert, das ist effektiv eine der schönsten Delikatessen des Jahrgangs.


Art: Rotwein
Auszeichnung: Parker: 85-88
Inhalt: 0,75 l
Jahrgang: 2007
Traubensorte: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc
Trinktemperatur: 16 - 18° C
Volumen: 12,4 %
Region: Bordeaux, St-Emilion
Weinbauer: Berliquet
Land: Frankreich

Frankreich – Von Geniessern für Geniesser

Frankreich Leben wie Gott in Frankreich - das hat wahrscheinlich nicht nur mit dem angenehmen Klima und dem guten Essen zu tun, sondern auch mit dem Wein. Doch nicht alles in der französischen „Weinvergangenheit“ ist so geniessbar...

Frankreich ist ein relativ junges Weinland, kann aber dennoch auf eine beträchtliche Weingeschichte zurückblicken. Schon die Griechen brachten 600 v. Chr. den Wein nach Frankreich, den ersten grossen „Weinboom“ lösten aber dann die Römer aus. Sie verbreiteten den Weinbau zuerst im Rhôhnetal, von wo er sich schnell über ganz Frankreich ausdehnte. Gesetzlich verordnet wurde der Weinbau erstmals durch Karl den Grossen im 3. Jahrhundert. Aber auch die religiöse Komponente spielt in Frankreichs Weingeschichte eine wichtige Rolle. Der Orden der Zisterzienser (Gründung 1098) legte Wert auf die Kombination des richtigen Bodens mit der passenden Sorte und verbesserte so die Weinherstellung beträchtlich. Ein Benediktinermönch prägte die heutige Weinherstellung aber ganz besonders. Dom Pierre Pérignon „erfand“ das „Assemblage“ – das gekonnte Verschneiden von Weinen. Diese zwei Komponenten waren die Ursprünge der heutigen französischen Weinphilosophie „terroir“. Diese besagt, dass der Wein einen bestimmten Charakter aufgrund des Bodens und des Klimas bekommt. Winzer aus aller Welt orientieren sich an diesem Grundsatz – in Frankreich wird der Wein so strikte nach diesen Regeln hergestellt, dass es als eines der am strengsten kontrollierten Länder gilt, was den Weinbau betrifft.

Doch nicht nur Religion, auch Revolution brachte den Weinbau in Frankreich entscheidend weiter. Die französische Revolution (1789-1799) brachte den gesellschaftlichen Aufstieg des Bürgertums hervor, was dem Wein viele neue Kunden bescherte und die Wirtschaft ankurbelte. Bis hier hin ist die Weingeschichte Frankreichs durchaus gut geniessbar – weniger genussvoll sind jedoch die 1860er Jahre. Frankreich war Ausgangspunkt einer der grössten Weinbaukatastrophen aller Zeit, die Reblaus plage. Sie zerstörte in Frankreich drei Fünftel der gesamten Rebfläche.

Doch heute hat sich Frankreich erholt, kann sich in Sachen Weinbau zu den Spitzenreitern zählen. Dies, weil das Land schon früh auf Qualität und nicht auf Quantität setzte und eine strikte Linie – die „terroir“-Philosophie – verfolgt. Auf rund 895'000 Hektar stellen sie 46 Millionen Hektoliter Wein her, von dem sie zwei Drittel selber trinken. Denn Wein ist in Frankreich ein Grundnahrungsmittel und gehört zu jeder grossen Mahlzeit. Man sagt, dass in den Weinen ein Stück französische Seele sei. Und die Seele lässt sich eben nicht leichten Herzens verkaufen...
Frankreich hat sich dem Rotwein verschrieben, 70 Prozent Rotweinsorten werden angebaut, darunter klingenden Namen wie Merlot, Grenache und Cabernet Sauvignon. Bei den Weissweinen sticht der Chardonnay hervor. Weinanbaugebiete in Frankreich sind weltbekannt. Erwähnt seien hier Bordeaux, Burgund und natürlich Champagne, wo der berühmte gleichnamige Schaumwein hergestellt wird. Frankreich weiss, wie man geniesst und was man geniessen sollte.

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