cru classé des Graves Pessac-Léognan AOC 2015 0,75 l - Léognan

Artikelnummer: 39670

Köstliche Delikatesse mit burgundischen Anflügen.

Kategorie: Rotwein


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40% Merlot, 60% Cabernet Sauvignon. Max Gerstl: Überaus edel im Duft - schwarze Beeren von Cassis über Brombeer bis Kirsche, zeigt eine raffinierte mineralische Basis, ganz dezent begleitet vom perfekt eingesetzten Barrique. Am Gaumen begeistert die geradezu sensationell feine Tanninstruktur, der Léognan zeigt Kraft, kommt aber wunderbar leichtfüssig daher, die Aromatik ist ein Traum, genial süss und mit feinster Rasse unterlegt, Frucht und Terroirnoten schwingen im Einklang. Mit seinem immensen Geschmacksspektrum betört er die Sinne, wirkt bildschön und verführerisch. Ich habe die Entwicklung des Weins über eine ganze Woche verfolgt. Der kleine Rest am 8. Tag nach dem Öffnen der Flasche zeigt keinen Hauch von Oxidation (selbstverständlich war die Flasche immer im Kühlschrank). Ich habe ihn an 6 verschiedenen Tagen probiert, mit wachsender Begeisterung, insbesondere die exzellenten Finessen haben mich ins Staunen versetzt. Da haben wir ein echtes Bijou entdeckt. Diese im Jahr 1989 gepflanzten 6 Hektar stehen direkt neben Domaine de Chevalier, denn sie waren bisher Bestandteil des Erstweins und somit in der Bearbeitung von Domaine de Chevalier. 2007 war der erste Jahrgang, der von der Familie Miecaze abgefüllt wurde. In früheren Zeiten wurden schon Weine unter dem Namen Château Léognan im Barrique verkauft, aber es wurden auf dem Weingut nie Flaschen abgefüllt. Bis 2006 waren die Reben an Domaine de Chevalier verpachtet und der Wein davon gelangte immer in den Grand Vin. Mr. Miecaze: «Wir mussten praktisch auf die Hälfte des Ertrages verzichten, um eine mit den grossen Vorjahrgängen gleichbleibende Qualität zu bekommen.»

Inhalt: 0,75 l
Traubensorte: Merlot, Cabernet Sauvignon
Region: Bordeaux, Pessac-Léognan
Weinbauer: Léognan
Trinktemperatur: 16 - 18° C
Art: Rotwein
Land: Frankreich
Jahrgang: 2015

Frankreich – Von Geniessern für Geniesser

Frankreich Leben wie Gott in Frankreich - das hat wahrscheinlich nicht nur mit dem angenehmen Klima und dem guten Essen zu tun, sondern auch mit dem Wein. Doch nicht alles in der französischen „Weinvergangenheit“ ist so geniessbar...

Frankreich ist ein relativ junges Weinland, kann aber dennoch auf eine beträchtliche Weingeschichte zurückblicken. Schon die Griechen brachten 600 v. Chr. den Wein nach Frankreich, den ersten grossen „Weinboom“ lösten aber dann die Römer aus. Sie verbreiteten den Weinbau zuerst im Rhôhnetal, von wo er sich schnell über ganz Frankreich ausdehnte. Gesetzlich verordnet wurde der Weinbau erstmals durch Karl den Grossen im 3. Jahrhundert. Aber auch die religiöse Komponente spielt in Frankreichs Weingeschichte eine wichtige Rolle. Der Orden der Zisterzienser (Gründung 1098) legte Wert auf die Kombination des richtigen Bodens mit der passenden Sorte und verbesserte so die Weinherstellung beträchtlich. Ein Benediktinermönch prägte die heutige Weinherstellung aber ganz besonders. Dom Pierre Pérignon „erfand“ das „Assemblage“ – das gekonnte Verschneiden von Weinen. Diese zwei Komponenten waren die Ursprünge der heutigen französischen Weinphilosophie „terroir“. Diese besagt, dass der Wein einen bestimmten Charakter aufgrund des Bodens und des Klimas bekommt. Winzer aus aller Welt orientieren sich an diesem Grundsatz – in Frankreich wird der Wein so strikte nach diesen Regeln hergestellt, dass es als eines der am strengsten kontrollierten Länder gilt, was den Weinbau betrifft.

Doch nicht nur Religion, auch Revolution brachte den Weinbau in Frankreich entscheidend weiter. Die französische Revolution (1789-1799) brachte den gesellschaftlichen Aufstieg des Bürgertums hervor, was dem Wein viele neue Kunden bescherte und die Wirtschaft ankurbelte. Bis hier hin ist die Weingeschichte Frankreichs durchaus gut geniessbar – weniger genussvoll sind jedoch die 1860er Jahre. Frankreich war Ausgangspunkt einer der grössten Weinbaukatastrophen aller Zeit, die Reblaus plage. Sie zerstörte in Frankreich drei Fünftel der gesamten Rebfläche.

Doch heute hat sich Frankreich erholt, kann sich in Sachen Weinbau zu den Spitzenreitern zählen. Dies, weil das Land schon früh auf Qualität und nicht auf Quantität setzte und eine strikte Linie – die „terroir“-Philosophie – verfolgt. Auf rund 895'000 Hektar stellen sie 46 Millionen Hektoliter Wein her, von dem sie zwei Drittel selber trinken. Denn Wein ist in Frankreich ein Grundnahrungsmittel und gehört zu jeder grossen Mahlzeit. Man sagt, dass in den Weinen ein Stück französische Seele sei. Und die Seele lässt sich eben nicht leichten Herzens verkaufen...
Frankreich hat sich dem Rotwein verschrieben, 70 Prozent Rotweinsorten werden angebaut, darunter klingenden Namen wie Merlot, Grenache und Cabernet Sauvignon. Bei den Weissweinen sticht der Chardonnay hervor. Weinanbaugebiete in Frankreich sind weltbekannt. Erwähnt seien hier Bordeaux, Burgund und natürlich Champagne, wo der berühmte gleichnamige Schaumwein hergestellt wird. Frankreich weiss, wie man geniesst und was man geniessen sollte.

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