St-Emilion AOC 2016 0,75 l - Jean-Faure

Artikelnummer: 39478

Welch irre innere Kraft!

Kategorie: Rotwein


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Dieser Duft geht unter die Haut, ich muss nur kurz die Nase an dieses Glas halten, und schon habe ich meine Gänsehaut, diese sensationelle, hochkonzentrierte und überaus komplexe schwarze Frucht, dieser Duft hinterlässt den Eindruck, als käme er aus der Tiefe eines Ziehbrunnens. Die Terroiraromatik könnte raffinierter nicht sein, Tabak, Leder, Trüffel, Kräuter, Gewürze, blumige Variationen. Olivier Decelle: Es ist ganz wichtig, die Cabernet Franc zu ernten solange sie noch im floralen Bereich sind, das ist eine Gratwanderung, es geht dann sehr schnell einmal in Richtung Konfitüre. Wir hätten problemlos mit der Ernte noch warten können, es gab keinerlei Botrytis, aber wir wollten unbedingt vermeiden, dass es sich ins Konfitürige wandelt. Am Gaumen zeigt er einen geradezu explosiven Auftritt, die Konzentration ist enorm, welch irre innere Kraft, das ist ein Mund voll Wein, reich, komplex, überaus schmackhaft, mit einer sagenhaften Struktur, da sind Tannine ohne Ende, aber sensationell feine. Beim Probieren dieses Weines merkt man schon, dass Olivier Decelle die Burgunder liebt, sein Stil in Bordeaux ist auch sehr burgundisch. Die geniale Frische drückt dem Wein von A bis Z den Stempel auf, das ist eine ganz eigenwillige Weinpersönlichkeit, aber eine ganz grosse.

Inhalt: 0,75 l
Traubensorte: Cabernet Franc, Merlot, Malbec
Region: Bordeaux, St-Emilion
Weinbauer: Jean-Faure
Trinktemperatur: 16 - 18° C
Art: Rotwein
Ausbau: 18 Monate in 40% neuen Barriques ausgebaut
Land: Frankreich
Jahrgang: 2016

Frankreich – Von Geniessern für Geniesser

Frankreich Leben wie Gott in Frankreich - das hat wahrscheinlich nicht nur mit dem angenehmen Klima und dem guten Essen zu tun, sondern auch mit dem Wein. Doch nicht alles in der französischen „Weinvergangenheit“ ist so geniessbar...

Frankreich ist ein relativ junges Weinland, kann aber dennoch auf eine beträchtliche Weingeschichte zurückblicken. Schon die Griechen brachten 600 v. Chr. den Wein nach Frankreich, den ersten grossen „Weinboom“ lösten aber dann die Römer aus. Sie verbreiteten den Weinbau zuerst im Rhôhnetal, von wo er sich schnell über ganz Frankreich ausdehnte. Gesetzlich verordnet wurde der Weinbau erstmals durch Karl den Grossen im 3. Jahrhundert. Aber auch die religiöse Komponente spielt in Frankreichs Weingeschichte eine wichtige Rolle. Der Orden der Zisterzienser (Gründung 1098) legte Wert auf die Kombination des richtigen Bodens mit der passenden Sorte und verbesserte so die Weinherstellung beträchtlich. Ein Benediktinermönch prägte die heutige Weinherstellung aber ganz besonders. Dom Pierre Pérignon „erfand“ das „Assemblage“ – das gekonnte Verschneiden von Weinen. Diese zwei Komponenten waren die Ursprünge der heutigen französischen Weinphilosophie „terroir“. Diese besagt, dass der Wein einen bestimmten Charakter aufgrund des Bodens und des Klimas bekommt. Winzer aus aller Welt orientieren sich an diesem Grundsatz – in Frankreich wird der Wein so strikte nach diesen Regeln hergestellt, dass es als eines der am strengsten kontrollierten Länder gilt, was den Weinbau betrifft.

Doch nicht nur Religion, auch Revolution brachte den Weinbau in Frankreich entscheidend weiter. Die französische Revolution (1789-1799) brachte den gesellschaftlichen Aufstieg des Bürgertums hervor, was dem Wein viele neue Kunden bescherte und die Wirtschaft ankurbelte. Bis hier hin ist die Weingeschichte Frankreichs durchaus gut geniessbar – weniger genussvoll sind jedoch die 1860er Jahre. Frankreich war Ausgangspunkt einer der grössten Weinbaukatastrophen aller Zeit, die Reblaus plage. Sie zerstörte in Frankreich drei Fünftel der gesamten Rebfläche.

Doch heute hat sich Frankreich erholt, kann sich in Sachen Weinbau zu den Spitzenreitern zählen. Dies, weil das Land schon früh auf Qualität und nicht auf Quantität setzte und eine strikte Linie – die „terroir“-Philosophie – verfolgt. Auf rund 895'000 Hektar stellen sie 46 Millionen Hektoliter Wein her, von dem sie zwei Drittel selber trinken. Denn Wein ist in Frankreich ein Grundnahrungsmittel und gehört zu jeder grossen Mahlzeit. Man sagt, dass in den Weinen ein Stück französische Seele sei. Und die Seele lässt sich eben nicht leichten Herzens verkaufen...
Frankreich hat sich dem Rotwein verschrieben, 70 Prozent Rotweinsorten werden angebaut, darunter klingenden Namen wie Merlot, Grenache und Cabernet Sauvignon. Bei den Weissweinen sticht der Chardonnay hervor. Weinanbaugebiete in Frankreich sind weltbekannt. Erwähnt seien hier Bordeaux, Burgund und natürlich Champagne, wo der berühmte gleichnamige Schaumwein hergestellt wird. Frankreich weiss, wie man geniesst und was man geniessen sollte.

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