SottoSopra Spumante Brut 2010 0,75 l - Guido Brivio

Artikelnummer: 30915

Sattes, leuchtendes Strohgelb mit sehr feiner, anhaltender Perlage. Das Bouquet ist intensiv und komplex mit blumigen Noten von weissen Blüten sowie fruchtige Aromen, die an Pfirsiche und Birnen erinnern, begleitet von einer dezenten Hefenote. Im Geschmack ist er frisch und fruchtig, vollmundig, elegant und harmonisch mit einem langen, anhaltenden Abgang.

Kategorie: Schaumwein


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Dieser edle Jahrgangsschaumwein wird nach der traditionellen Methode hergestellt. Die Pinot Noir-Trauben werden sorgfältig entrappt, sanft gepresst und der Most sofort von den Schalen getrennt. Der weisse Most wird im Stahltank vergoren und die malolaktische Gärung unterdrückt. Mit dem Liqueur de tirage wird der Jungwein auf die Flaschen gezogen, um die sogenannte Flaschengärung zu durchlaufen. Während 22 Monaten verbleibt der Wein auf der Hefe. Danach werden die Flaschen von Hand an den Pupitres gerüttelt und schliesslich degorgiert. Die Füllhöhe wird mit demselben Schaumwein eingestellt und nicht mit einer Dosage, so dass dieser Schaumwein als non dosé bezeichnet werden kann.

Art: Schaumwein
Inhalt: 0,75 l
Jahrgang: 2010
Land: Schweiz
Region: Tessin
Traubensorte: Pinot Noir
Trinkreife: 2 - 7 Jahre
Trinktemperatur: 8 - 10° C
Volumen: 12,5 %
Weinbauer: Guido Brivio

Schweiz – Klein, aber fein

Schweiz Ist der Anfang des Schweizer Weines auch nur ein Ratespiel, weiss man zumindest über heute eines ganz klar: Schweizer Weine sind eine Delikatesse und auf dem Weinmarkt sehr gefragt. Trotz diesem jetzigen „Begehrtsein“ verlor der Wein in der Vergangenheit viel Anbaufläche wegen Mensch und Tier.

Die Weingeschichte in der Schweiz ist zumindest am Anfang eine ziemlich vernebelte Sache. Waren es nun die Griechen oder die Römer, die den Wein in die Schweiz brachten? Welche Sorten wurden damals angepflanzt? Historische Sicherheit gibt es erst im 6. Jahrhundert. In der Waadt wurde dann erstmals Wein kultiviert, das zumindest besagen die Traubenkernen, die bei Ausgrabungen in der Waadt gefunden wurden. Sicher ist, dass es die Zisterziensermönche waren, die sich mit dem Kloster Dézaley ein erstes kleines Weingebiet in der Schweiz aufbauten.

Das friedliche Weinbauglück währte nicht lange, die erste Krise im 17. Jahrhundert liess nicht auf sich warten. Das Rhônetal in Frankreich war mit dem Weinbau bereits weiterentwickelter als die Schweiz, der Import war also naheliegender, als sich selber mühsam in den Weinanbau zu vertiefen. Die nächsten Steine auf dem Weg zur erfolgreichen Weinproduktion fanden sich im 19. Jahrhundert, wo die Reblauskrankheit auch die Schweiz erwischte. Ausserdem stahl die Bebauung der Seeufer dem Rebbau wichtige Anbaufläche, was in einer Reduktion von 33 Hektar runter auf 12, 5 Hektar resultierte. Doch die Schweiz überwand auch diese Krise. Allerdings dauerte es – wie beim Schweizer Frauenstimmrecht – eine ganze Weile, bis erste Qualitätsbestimmungen und Regeln für Schweizer Weine in die Wege geleitet wurden. Das Wallis führte 1990 als erstes Gebiet in der Schweiz eine Qualitätshierarchie für Wein ein.

Die Schweiz, mit 15'000 Hektar Weinbaufläche relativ klein, ist eines der gebirgigsten Gebiete in Europa und eine geografische Herausforderung für alle Winzer. Die Nachfrage nach Schweizer Wein ist in der eigenen Bevölkerung ziemlich gross. Wein wird in der Schweiz nämlich vor allem zu speziellen Anlässen getrunken, so am Wochenende oder an Festen. Da will ein Schweizer gute Weinqualität und Eigenes im Glas haben. Die grosse Nachfrage kann von den Weingebieten knapp gedeckt werden – die Folge sind teure Schweizer Edeltropfen. Exportiert werden lediglich ein bis zwei Prozent. Der Schweizer Weinbau ist klein gehalten und bedient vor allem die Einheimischen – diese dafür aber umso besser.
 

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