Merlot Platinum 2012 1,5 l - Guido Brivio

Artikelnummer: 31008

Einen Barren Platin im Keller zu haben mag beruhigend sein, eine Magnum Platinum ist aber unbestritten genussvoller. Dieser Tessiner Merlot hat es schon mit manch grossem Weinnamen aufgenommen und dabei eine ?bellissima figura" gemacht. Die Schweizer können mit Recht auf dieses heimische Kleinod von Guido Brivio stolz sein!, 1 Merlot Platinum DOC, Brivio Vini SA, Ticino, Schweiz, 150 cl, 1 Originalholzkiste

Kategorie: Rotwein


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Dieser Wein wird nur aus dem besten Merlot-Traubengut gekeltert und nur in den besten Jahren vinifiziert. Ein Grossteil des Traubenguts wird in einem kühlen, gut durchlüfteten Raum während rund 10 Tagen angetrocknet. Dabei werden nicht nur der Zuckergehalt, sondern auch alle anderen Qualitäten der Beeren konzentriert und das Gewicht um 1/8 reduziert. Die Gärung der angetrockneten und nicht angetrockneten Trauben erfolgt bei einer kontrollierten Temperatur von 26 bis 28 bzw. 28 bis 30 °C in Edelstahltanks und einer Maischestandzeit von 11 bzw. 17 Tagen. Die malolaktische Gärung wird ebenfalls im Stahltank vollzogen. Der Ausbau in neuen französischen Fässern dauert 20 Monate, währenddessen zweimal umgezogen wird. Die Assemblage der beiden Weine findet kurz vor der Abfüllung statt. Der Wein erfährt weder eine Schönung noch eine Stabilisation. Er wird unfiltriert abgefüllt.

Trinkreife: 3 - 15 Jahre
Inhalt: 1,5 l Grossflasche
Volumen: 14,0 % 14 %
Traubensorte: Merlot
Weinbauer: Guido Brivio
Trinktemperatur: 16 - 18° C
Art: Rotwein Rotweine
Ausbau: 20 Monate in neuen Barriques, langer Ausbau
Land: Schweiz
Jahrgang: 2012
Region: Tessin

Schweiz – Klein, aber fein

Schweiz Ist der Anfang des Schweizer Weines auch nur ein Ratespiel, weiss man zumindest über heute eines ganz klar: Schweizer Weine sind eine Delikatesse und auf dem Weinmarkt sehr gefragt. Trotz diesem jetzigen „Begehrtsein“ verlor der Wein in der Vergangenheit viel Anbaufläche wegen Mensch und Tier.

Die Weingeschichte in der Schweiz ist zumindest am Anfang eine ziemlich vernebelte Sache. Waren es nun die Griechen oder die Römer, die den Wein in die Schweiz brachten? Welche Sorten wurden damals angepflanzt? Historische Sicherheit gibt es erst im 6. Jahrhundert. In der Waadt wurde dann erstmals Wein kultiviert, das zumindest besagen die Traubenkernen, die bei Ausgrabungen in der Waadt gefunden wurden. Sicher ist, dass es die Zisterziensermönche waren, die sich mit dem Kloster Dézaley ein erstes kleines Weingebiet in der Schweiz aufbauten.

Das friedliche Weinbauglück währte nicht lange, die erste Krise im 17. Jahrhundert liess nicht auf sich warten. Das Rhônetal in Frankreich war mit dem Weinbau bereits weiterentwickelter als die Schweiz, der Import war also naheliegender, als sich selber mühsam in den Weinanbau zu vertiefen. Die nächsten Steine auf dem Weg zur erfolgreichen Weinproduktion fanden sich im 19. Jahrhundert, wo die Reblauskrankheit auch die Schweiz erwischte. Ausserdem stahl die Bebauung der Seeufer dem Rebbau wichtige Anbaufläche, was in einer Reduktion von 33 Hektar runter auf 12, 5 Hektar resultierte. Doch die Schweiz überwand auch diese Krise. Allerdings dauerte es – wie beim Schweizer Frauenstimmrecht – eine ganze Weile, bis erste Qualitätsbestimmungen und Regeln für Schweizer Weine in die Wege geleitet wurden. Das Wallis führte 1990 als erstes Gebiet in der Schweiz eine Qualitätshierarchie für Wein ein.

Die Schweiz, mit 15'000 Hektar Weinbaufläche relativ klein, ist eines der gebirgigsten Gebiete in Europa und eine geografische Herausforderung für alle Winzer. Die Nachfrage nach Schweizer Wein ist in der eigenen Bevölkerung ziemlich gross. Wein wird in der Schweiz nämlich vor allem zu speziellen Anlässen getrunken, so am Wochenende oder an Festen. Da will ein Schweizer gute Weinqualität und Eigenes im Glas haben. Die grosse Nachfrage kann von den Weingebieten knapp gedeckt werden – die Folge sind teure Schweizer Edeltropfen. Exportiert werden lediglich ein bis zwei Prozent. Der Schweizer Weinbau ist klein gehalten und bedient vor allem die Einheimischen – diese dafür aber umso besser.
 

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