Lenoble brut intense 0,75 l - A. R Lenoble / Fam. Malassagne

Artikelnummer: 30896

Das fein abgestimmte Mischungsverhältnis der Grundweine, ein sorgsam gehütetes Geheimnis des Kellermeisters, verleiht dieser Cuvée Jahr für Jahr ihren ganz unverwechselbaren Charakter. Der von Kennern geschätzte Brut Intense zeigt sich elegant ausgewogen und eignet sich für jeden Anlass.

Kategorie: Champagner


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Die hälftig eigenen, hälftig zugekauften Trauben gelangen sofort nach ihrer Lese in eine der drei vertikalen Holzpressen, die spezifisch für die traditionelle Champagnervinifikation hergestellt worden sind. Sie sorgen für eine äusserst sanfte Behandlung der Trauben. Die verschiedenen Cuvées, d.h. die Säfte der ersten Pressung, werden nicht nur nach den Rebsorten, sondern auch nach den Anbaulagen getrennt. Die erste Alkoholgärung erfolgt teils in Stahltanks, teils in Barriquen. Danach wird über die Zusammenstellung der einzelnen Cuvées und der Reserveweine bewusst qualitätsorientiert entschieden. In Flaschen abgefüllt, nachdem für die zweite Fermentation Zucker beigegeben worden ist, reifen die Jungweine im weiteren auf Latten bei gleichbleibender Temperatur und gleichbleibendem Feuchtigkeitsgrad in den Kreidekellereien so lange wie nötig bis zur vollen Entfaltung der Aromen aus: Bei diesem Brut Réserve zwischen zwei und drei Jahren. Ist der gewünschte Reifegrad erreicht, währenddessen die Flaschen ständig gerüttelt worden sind (Remuage), damit sich das Hefedepot in der Kapsel absetzt, werden sie degorgiert (geöffnet). Unter dem entstandenen Druck entweicht dadurch das Depot mitsamt einer kleinen Menge Wein. Entsprechend wird sodann mit Rohrzuckerlikör (Do-sage = 0,5% - 1,25%) die verlorengegangene Menge wieder hinzugegeben. Der Champagner lagert schliesslich weitere drei bis vier Monate, bis er sich, da er durch das Degorgieren einen Schock erlitten hat, neu ausbalanciert hat.

Frankreich – Von Geniessern für Geniesser

Frankreich Leben wie Gott in Frankreich - das hat wahrscheinlich nicht nur mit dem angenehmen Klima und dem guten Essen zu tun, sondern auch mit dem Wein. Doch nicht alles in der französischen „Weinvergangenheit“ ist so geniessbar...

Frankreich ist ein relativ junges Weinland, kann aber dennoch auf eine beträchtliche Weingeschichte zurückblicken. Schon die Griechen brachten 600 v. Chr. den Wein nach Frankreich, den ersten grossen „Weinboom“ lösten aber dann die Römer aus. Sie verbreiteten den Weinbau zuerst im Rhôhnetal, von wo er sich schnell über ganz Frankreich ausdehnte. Gesetzlich verordnet wurde der Weinbau erstmals durch Karl den Grossen im 3. Jahrhundert. Aber auch die religiöse Komponente spielt in Frankreichs Weingeschichte eine wichtige Rolle. Der Orden der Zisterzienser (Gründung 1098) legte Wert auf die Kombination des richtigen Bodens mit der passenden Sorte und verbesserte so die Weinherstellung beträchtlich. Ein Benediktinermönch prägte die heutige Weinherstellung aber ganz besonders. Dom Pierre Pérignon „erfand“ das „Assemblage“ – das gekonnte Verschneiden von Weinen. Diese zwei Komponenten waren die Ursprünge der heutigen französischen Weinphilosophie „terroir“. Diese besagt, dass der Wein einen bestimmten Charakter aufgrund des Bodens und des Klimas bekommt. Winzer aus aller Welt orientieren sich an diesem Grundsatz – in Frankreich wird der Wein so strikte nach diesen Regeln hergestellt, dass es als eines der am strengsten kontrollierten Länder gilt, was den Weinbau betrifft.

Doch nicht nur Religion, auch Revolution brachte den Weinbau in Frankreich entscheidend weiter. Die französische Revolution (1789-1799) brachte den gesellschaftlichen Aufstieg des Bürgertums hervor, was dem Wein viele neue Kunden bescherte und die Wirtschaft ankurbelte. Bis hier hin ist die Weingeschichte Frankreichs durchaus gut geniessbar – weniger genussvoll sind jedoch die 1860er Jahre. Frankreich war Ausgangspunkt einer der grössten Weinbaukatastrophen aller Zeit, die Reblaus plage. Sie zerstörte in Frankreich drei Fünftel der gesamten Rebfläche.

Doch heute hat sich Frankreich erholt, kann sich in Sachen Weinbau zu den Spitzenreitern zählen. Dies, weil das Land schon früh auf Qualität und nicht auf Quantität setzte und eine strikte Linie – die „terroir“-Philosophie – verfolgt. Auf rund 895'000 Hektar stellen sie 46 Millionen Hektoliter Wein her, von dem sie zwei Drittel selber trinken. Denn Wein ist in Frankreich ein Grundnahrungsmittel und gehört zu jeder grossen Mahlzeit. Man sagt, dass in den Weinen ein Stück französische Seele sei. Und die Seele lässt sich eben nicht leichten Herzens verkaufen...
Frankreich hat sich dem Rotwein verschrieben, 70 Prozent Rotweinsorten werden angebaut, darunter klingenden Namen wie Merlot, Grenache und Cabernet Sauvignon. Bei den Weissweinen sticht der Chardonnay hervor. Weinanbaugebiete in Frankreich sind weltbekannt. Erwähnt seien hier Bordeaux, Burgund und natürlich Champagne, wo der berühmte gleichnamige Schaumwein hergestellt wird. Frankreich weiss, wie man geniesst und was man geniessen sollte.

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