Kiedrich Turmberg Riesling trocken Erste Lage 2017 0,75 l - Weil Robert

Der Kiedrich Turmberg Riesling trocken Erste Lage 2017 in der 0,75l Weinflasche kommt aus Deutschland, aus der Region Rheingau.

Dieser Weisswein von "Weil Robert" wurde aus der Weintraube Riesling hergestellt.


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Artikelnummer: 39909



Niveau eines Grossen Gewächses!

Max Gerstl: Wow, diese Mineralität ist ein Traum, dieser Turmberg ist schon seit Jahren mein Liebling, dieses Jahr zeigt er sich edler denn je, dieser superraffinierte Duft, ich verstehe die Welt nicht mehr, bin ich jetzt dermassen unrealistisch euphorisch? Gestern Abend haben wir bei einer Gräfenberg Grosses Gewächs Vertikale von 2012 bis 2016 festgestellt, dass 2016 der Überflieger in der Reihe dieser grossen Jahrgänge ist. Es kann doch gar nicht sein, dass 2017 noch besser ist. Aber dieser 2017er Turmberg ist mit absoluter Sicherheit zumindest auf dem 2016er-Niveau, ich glaube er hat sämtliche Qualitäten von ihm, aber er ist noch eine Spur dichter, konzentrierter. Ich meine wie der Gutsriesling, so ist auch der Turmberg Weils bisher bester. Pirmin Bilger: Hier schwingt sogar noch eine Nuance an tropischer Frucht mit. Alles in allem ein sehr fruchtbetontes Bouquet mit einer zart kühlen Aromatik. Im Hintergrund zarte Kräuter und edle florale Düfte. Sagenhafte Geschmacksexplosion im Mund. Hier ist unglaublich viel Frucht im Spiel, aber nie überladen oder vordergründig, sondern immer auf eine erfrischende und elegante Art. Dazu kommt eine herrliche Extraktsüsse, die dem Fruchterlebnis diesen exotischen Touch verleiht. Eigentlich hat dieser Turmberg schon das Niveau eines Grossen Gewächses? ich frage mich, wohin die Reise mit den nächsten Weinen geht?  


Art: Weisswein
Inhalt: 0,75 l
Jahrgang: 2017
Traubensorte: Riesling
Trinktemperatur: 08 - 10° C
Region: Rheingau, Kiedrich Gräfenberg
Weinbauer: Weil Robert
Land: Deutschland

Deutschland - Der Schatz im Norden

Deutschland Dort, wo viele aufgeben, fängt Deutschland an. Es besitzt nämlich die nördlichsten Weingebiete der Welt. Das typische Weissweinland musste sich aber nicht immer mit schwierigen klimatischen Bedingungen herumschlagen. In Deutschland gilt, wie an vielen anderen europäischen Orten auch, Kaiser Probus als Einführer des Weinbaus, der „Weiterführer“ war dann Karl der Grosse. Doch nicht nur Personen, auch das Klima beeinflusste den Weinbau im Mittelalter – genauer vom 9. bis zum 14. Jahrhundert – in Deutschland positiv. Die so genannte „Mittelalterliche Warmzeit“ bescherte dem damals Heiligen Römischen Reich ein besonders mildes Klima, die Durchschnittstemperatur war um ein Grad höher als im Allgemeinen und damit perfekt für das Gedeihen der Rebpflanze. Das war auch nötig, denn Wein wurde im Mittelalter viel getrunken. Er hatte den Vorteil, dass er aufgrund seines hohen Alkoholgehalts keimfreier und damit sauberer als Wasser war. Vor allem einheimischer Wein floss im Mittelalter in die Kehle der Deutschen. Das änderte sich während dem 30 jährigen Krieg schleichend. Die Konkurrenz aus Frankreich und Italien wuchs, deutscher Wein war im Überangebot vorhanden. Das zwang die Winzer zu Aufständen. Es floss Blut statt Wein und tausenden Bauern starben bei den Protesten. So wurde der Weinbau nach und nach vom lukrativeren Getreideanbau abgelöst. Auch das 18. Jahrhundert brachte dem Wein keinen erhofften Aufschwung. Der Staat tat kaum etwas für den Weinbau, die Bauern waren auf sich selber gestellt und lebten oft am Existenzminimum – Investitionen in neue Kellertechnik und Züchtung blieben auf der Strecke. Eine Reblausplage fegte zwei Drittel der Rebfläche weg. Der Rückgang des Weinbaus war damit aber noch nicht beendet: Eine allgemeine Wirtschaftskrise und der zweite Weltkrieg hemmten den Weinbau in Deutschland ebenfalls. 1960 kam dann endlich frischer Wind in die Weinproduktion Deutschlands. Verbesserungen in der Kellertechnik, neue Züchtungen und die Schädlingsbekämpfung wurden vorangetrieben – allerdings brauchte der Imagewandel des Deutschen Edeltropfens auf dem internationalen Markt seine Zeit. Doch Deutschland hat es geschafft. Sie brillieren heute vor allem mit der Erntemenge, aus 102'000 Hektaren Weinanbaufläche generieren sie etwas mehr als 9 Millionen Hektoliter leichte, nicht komplexe Weine. Dabei ist Deutschland ein typisches Weissweinland. Von 140 Sorten sind 100 weiss, Riesling und Rivaner dominieren hier. Bei den übrigen 40 roten Sorten sticht der Spätburgunder heraus. Weinbau in Deutschland ist keine einfache Sache, wird er doch rund um den 50. Breitengrad (etwa Höhe von Frankfurt am Main) oder ein wenig südlich betrieben, was im internationalen Vergleich ungewöhnlich „nördlich“ ist. Das bedeutet für Winzer, dass sie Rebberge nur an besonders gut geschützten Stellen und in der Nähe von Flüssen aufbauen können. Wein ist in Deutschland deshalb kein Alltagsgetränk, sondern wird vor allem an speziellen Anlässen und Ereignissen getrunken – zum Beispiel, wenn deutsche Winzer in Zukunft wieder mal mit einer „Neuen Warmzeit“ beglückt werden...

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