*Bio* Côtes de Castillon AOC 2016 0,75 l - Peyrou

Artikelnummer: 39540

Absoluter Genuss-Preis-Hit.

Kategorie: Rotwein


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Das Weingut gehört Cathérine Papon-Nouvel, ist biodynamisch zertifiziert und liegt in Castillon, aber direkt an der Grenze zu St-Emilion, direkt vis-à-vis von Château Lafon la Tuilerie. Ein Kalksteinweingut, nur dass Peyrou an den Hängen einen deutlich lehmigeren Untergrund hat. Würde es in St-Emilion liegen, wäre der Wein bestimmt doppelt so teuer. Der Wein von Château Peyrou wird spontan im Stahl vergoren und danach während 12 bis 15 Monaten in überwiegend gebrauchten Barriques ausgebaut. Die Merlot-Reben (100%) sind rund 75 Jahre alt. Catherine Papon-Nouvel: «Wir arbeiten jetzt seit 8 Jahren Bio und beginnen es jetzt richtig zu verstehen. Dieses Jahr haben wir die Schwierigkeiten im Frühjahr schon sehr gut gemeistert und nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ einen sehr guten Ertrag.» Was ist das doch für ein die Sinne berauschendes Fruchtbündel, aber ? und das ist sehr wichtig ? die Frucht wirkt niemals aufdringlich, da sind auch jede Menge Terroirnoten, die ihren Platz in diesem traumhaften Duftbild haben. Auch am Gaumen ist das einfach nur unendlich gut, eine einzige Harmonie zwischen Saft und Schmelz, zwischen frischer Frucht und köstlich süssem Extrakt, was schmeckt dieser Wein gut, das ist ganz einfach ein Gedicht! Das ist diese überaus sympathische Seite von Bordeaux, diese unkomplizierten Weine, die pure Lebens freude ausstrahlen. Da ist die Flasche leer, kaum hat man sie geöffnet ? und bei diesem Preis tut es auch nicht weh, eine zweite aus dem Keller zu holen.

Inhalt: 0,75 l
Traubensorte: Merlot, Cabernet Franc
Region: Bordeaux, Côtes de Castillon
Weinbauer: Peyrou
Trinktemperatur: 14 - 16° C
Art: Rotwein
Spezialfilter: Einzelflaschen
Land: Frankreich
Jahrgang: 2016

Frankreich – Von Geniessern für Geniesser

Frankreich Leben wie Gott in Frankreich - das hat wahrscheinlich nicht nur mit dem angenehmen Klima und dem guten Essen zu tun, sondern auch mit dem Wein. Doch nicht alles in der französischen „Weinvergangenheit“ ist so geniessbar...

Frankreich ist ein relativ junges Weinland, kann aber dennoch auf eine beträchtliche Weingeschichte zurückblicken. Schon die Griechen brachten 600 v. Chr. den Wein nach Frankreich, den ersten grossen „Weinboom“ lösten aber dann die Römer aus. Sie verbreiteten den Weinbau zuerst im Rhôhnetal, von wo er sich schnell über ganz Frankreich ausdehnte. Gesetzlich verordnet wurde der Weinbau erstmals durch Karl den Grossen im 3. Jahrhundert. Aber auch die religiöse Komponente spielt in Frankreichs Weingeschichte eine wichtige Rolle. Der Orden der Zisterzienser (Gründung 1098) legte Wert auf die Kombination des richtigen Bodens mit der passenden Sorte und verbesserte so die Weinherstellung beträchtlich. Ein Benediktinermönch prägte die heutige Weinherstellung aber ganz besonders. Dom Pierre Pérignon „erfand“ das „Assemblage“ – das gekonnte Verschneiden von Weinen. Diese zwei Komponenten waren die Ursprünge der heutigen französischen Weinphilosophie „terroir“. Diese besagt, dass der Wein einen bestimmten Charakter aufgrund des Bodens und des Klimas bekommt. Winzer aus aller Welt orientieren sich an diesem Grundsatz – in Frankreich wird der Wein so strikte nach diesen Regeln hergestellt, dass es als eines der am strengsten kontrollierten Länder gilt, was den Weinbau betrifft.

Doch nicht nur Religion, auch Revolution brachte den Weinbau in Frankreich entscheidend weiter. Die französische Revolution (1789-1799) brachte den gesellschaftlichen Aufstieg des Bürgertums hervor, was dem Wein viele neue Kunden bescherte und die Wirtschaft ankurbelte. Bis hier hin ist die Weingeschichte Frankreichs durchaus gut geniessbar – weniger genussvoll sind jedoch die 1860er Jahre. Frankreich war Ausgangspunkt einer der grössten Weinbaukatastrophen aller Zeit, die Reblaus plage. Sie zerstörte in Frankreich drei Fünftel der gesamten Rebfläche.

Doch heute hat sich Frankreich erholt, kann sich in Sachen Weinbau zu den Spitzenreitern zählen. Dies, weil das Land schon früh auf Qualität und nicht auf Quantität setzte und eine strikte Linie – die „terroir“-Philosophie – verfolgt. Auf rund 895'000 Hektar stellen sie 46 Millionen Hektoliter Wein her, von dem sie zwei Drittel selber trinken. Denn Wein ist in Frankreich ein Grundnahrungsmittel und gehört zu jeder grossen Mahlzeit. Man sagt, dass in den Weinen ein Stück französische Seele sei. Und die Seele lässt sich eben nicht leichten Herzens verkaufen...
Frankreich hat sich dem Rotwein verschrieben, 70 Prozent Rotweinsorten werden angebaut, darunter klingenden Namen wie Merlot, Grenache und Cabernet Sauvignon. Bei den Weissweinen sticht der Chardonnay hervor. Weinanbaugebiete in Frankreich sind weltbekannt. Erwähnt seien hier Bordeaux, Burgund und natürlich Champagne, wo der berühmte gleichnamige Schaumwein hergestellt wird. Frankreich weiss, wie man geniesst und was man geniessen sollte.

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