Barolo Le Vigne 2012 0,75 l - Luciano Sandrone

Artikelnummer: 36670

Tiefe und vielschichtige Nase mit dem Duft von Vanille, edlem Holz und schwarzen Früchten wie Pflaumen und Kirschen. Der Wein besitzt eine hervorragende Struktur mit einer optimalen Balance von feinsten, in der Jugend noch stark präsenten, kompakten Tanninen und saftiger, perfekt integrierter Säure. Sein komplexer Geschmack und unglaublich lang anhaltender Abgang machen ihn zu einem aussergewöhnlichen Weinerlebnis.

Kategorie: Rotwein


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Die sorgfältig gelesenen Trauben aus vier verschiedenen Lagen werden separat vinifiziert. Die Gärung im Stahltank dauert ca. 28 Tage. Nach einer 7- bis 18-tägigen Mazeration erfolgt der Mostabstich. Der Wein wird zur malolaktischen Gärung und zum anschliessenden Ausbau in französische 500-Liter-Eichenfässer gefüllt, wovon ein Viertel neu ist. Nach ca. 10 Monaten werden die einzelnen Chargen assembliert. Insgesamt verbringt der Wein ca. 28 Monate im Fass und anschliessend weitere 15 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf gelangt.

Art: Rotwein Rotweine
Auszeichnung: Winespectator: 95 Wine Spectator
Inhalt: 0,75 l
Jahrgang: 2012
Land: Italien
Region: Piemont
Traubensorte: Nebbiolo
Trinkreife: 5 - 20 Jahre
Trinktemperatur: 16 - 18° C
Volumen: 14,0 % 14 %
Weinbauer: Luciano Sandrone

Italien – Das „Land des Weines"

Italien Amarone, Barolo, Brunello, Ripasso und Prosecco sind Weine, die heute überall auf der Welt grosses Ansehen geniessen. Dass es Italien soweit nach oben geschafft hat, verdankt das „Land des Weines“ nicht nur Frankreich und den Römern, sondern auch seiner eigenen Opferbereitschaft für den edlen Tropfen. Bereits die alten Griechen erkannten das Potential von Italien als zukünftiges Weinland und nannten es deshalb Ointria – das Land des Weines. Doch das Potential genutzt haben erst die Römer so richtig. Parallel zum Aufbau des römischen Reiches errichteten sie auch ein „Weinimperium“ in Italien - mit Pompeji als Weinhandelszentrum und Hauptproduzent. Denn Wein war für die Römer ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Sie verstanden sich ausgezeichnet auf die Kunst der Weinzubereitung und würzten ihn mit Harz, Honig und Gewürzen, um ihn geschmacksvoller und länger haltbar zu machen. Auch literarisch wagten sich grosse römische Schriftsteller wie Cato an den Weinbau heran. So schrieb er unter anderem ein Buch darüber, wie man Wein gewinnbringend produzieren kann. Doch diese Unverzichtbarkeit auf Wein wurde den Römern etwa 79 v.Chr. , nach dem Ausbruch des Vesus, zum Verhängnis. Der Vulkanausbruch zerstörte dem Hauptlieferanten Pompeji jegliche Anbauflächen für Reben. Weinreserven wurden knapp, neue Lösungen mussten auf den Tisch. Statt auf Wein zu verzichten, gaben die Römer ganze Getreidefelder auf, um mehr Anbaufläche für Reben zu haben. So war zwar kurzfristig ihr geliebtes Getränk wieder verfügbar, dafür aber litten sie bald darauf unter einem Getreidemangel, der eine Hungersnot auslöste... Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches ging dann auch die Weinkultur in Italien für eine Weile „unter“. Erst Papst Paul III brachte im 14. Jahrhundert neuen Aufschwung in den italienischen Weinbau. Er verbannte französische Weine und führte die erste Katalogisierung eigener Weingüter durch. Doch so ganz konnte man nicht auf Frankreich verzichten. Im 19. Jahrhundert halfen die Franzosen beim Anbau einiger berühmten Sorten in Italien – unter anderem Nebbiolo, Brunello oder Sangiovese – und verhalfen so Italiens Weinlandschaft zum internationalen Durchbruch. Heute werden in Italien rund 2’000 Rebsorten auf zirka 850'000 Hektar kultiviert – die meisten Rebsorten der Welt. Davon sind viele autochthon, stammen also ursprünglich von Italien selber. Der Anbau so vieler verschiedener Sorten hat Italien vor allem der grossen Boden- und Klimavielfalt zu verdanken. Nützlich sind auch die Alpen, welche als Schutzschild vor schlechtem Wetter fungieren. Von den rund 60 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr wird etwa ein Drittel exportiert – so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt. Italien ist Weinexportweltmeister, was vielleicht auch ein wenig mit der Geschichte und der heutigen Trinkkultur in Italien zu tun hat. Wein war und ist in Italien ein „Alltagsgetränk“ und wird in kleinen Mengen zu Mahlzeiten getrunken. Grossartige Weingeniesser sind die Italiener nicht – aber dafür grossartige Weinmacher.

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